Sehusaschule sammelt Müll für den World Cleanup Day
Jährlich am 20. September beteiligen sich weltweit Millionen Menschen in über 190 Ländern am "World Cleanup Day" und säubern ihre Umgebung von achtlos entsorgtem Müll. Die Aktion soll ein sichtbares Zeichen gegen Umweltverschmutzung setzen und für einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen sensibilisieren.
Die Sehusaschule griff den internationalen Aktionstag auch in diesem Jahr wieder im Rahmen einer Aktionswoche auf. Von den "Buddys" der Schule organisiert zogen Schülerinnen und Schüler aller Klassen los, um das Umfeld ihrer Schule von Abfall zu befreien. Mit Müllgreifern und robusten Tüten, die der örtliche Baubetriebshof für diese Aktion bereitgestellt hatte, machten sich die Kinder und Jugendlichen auf mehrere „Müllspaziergänge“.
Dabei zeigte sich ein gemischtes Bild. Insgesamt bewerteten die Schülerinnen und Schüler ihre Stadt als recht sauber, Vermüllung war eher die Ausnahme als die Regel. Gefunden wurden zum Beispiel leere Glasflaschen, ein Paar Schuhe und achtlos entsorgter Verpackungsmüll. Nichts Ungewöhnliches. Auffällig war dagegen: Zigarettenkippen fanden sich nahezu überall. Auf Straßen, Gehwegen, Plätzen und in Grünanlagen, kein Ort blieb davon verschont, was die Kinder als deutlichsten Kontrast zum insgesamt ordentlichen Stadtbild wahrnahmen.
Begleitend vermittelte die Aktionswoche Wissen über die Abbauzeiten von Abfall in der Natur. Laut dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW benötigt eine Zigarettenkippe zwischen 2 und 5 Jahre, bis sie optisch zersetzt ist und setzt währenddessen kontinuierlich Giftstoffe in den Boden frei. Ein Getränkekarton braucht zwischen 50 und 100 Jahre zum Verrotten, eine Glasflasche sogar mehr als 4000 Jahre.
Am Ende der Aktionswoche übernahm eine Mitarbeiterin des Baubetriebshofs den gesammelten Müll zur fachgerechten Entsorgung und der Förderverein der Sehusaschule spendierte allen teilnehmenden Klassen frisch zubereitete Hotdogs als Dank für ihren Umwelteinsatz.
Mit der Verbindung aus praktischem Tun und Wissensvermittlung hat die Sehusaschule ihren Schülerinnen und Schülern einen bewussteren Blick auf ihre Umgebung mitgegeben und damit einen Ansporn, diesen auch künftig beizubehalten. Wer schon früh lernt, genauer hinzusehen und Verantwortung für die eigene Umgebung zu übernehmen, trägt dieses Bewusstsein hoffentlich auch über die Aktionswoche hinaus mit sich.
Gruppenfoto: Sylvia Gebauer (Seesener Beobachter) / Text: Stephanie Bruhne

